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You Are Here: Home » Allgemein, Heilkraft der Natur » Natürlicher Fatburner Teil IV. Chilli und Capsaicin. Fettverbrenner, Blutzuckersenker und (Allzweck)Heilmittel bei zahlreichen Erkrankungen.

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Capsaicin ist der Stoff, der scharfen Lebensmitteln zur Schärfe verhilft. Capsaicin ist ein Alkaloid, welches nur bei Säugetieren spezielle Wirkung hervorruft (Hitze- und Schärfereiz). Capsaicin und Capsicum und andere Schärfe verursachende Stoffe werden Capsaicinoide genannt.

Natürlicher Fatburner und Fettstoffwechselanreger
Capsaicin regt die Wärmeproduktion im Körper an. Es ist eine Tatsache, dass der Körper durch jedwede Temperaturanhebung (Wärmeproduktion) eine höhere Menge an Kalorien verbraucht. Daher nimmt man bei Fieber auch signifikante Mengen an Körperfett ab.

Scharf-Esser haben einen klaren Vorteil, denn ihr Körper verbrennt nach der scharfen Chilli-Mahlzeit viel mehr Kalorien, als im Normalzustand.

Gemessen wurde ein erhöhter Kalorienverbrauch um bis zu 25% und höher. Der erhöhte Energieverbrauch wurde über einen Zeitraum von drei Stunden nachgewiesen. Bei Probanden, die die gleiche Mahlzeit ohne Chilli verzehrten, konnte keine erhöhte Stoffwechselaktivität gemessen werden.

Capsaicin verbrennt dein Körperfett! Fügst du deinen Mahlzeiten ausreichende Mengen an Chilli (1 – 2 Schoten genügen bereits) hinzu kannst du im Jahr zusätzlich einiges an Körperfett verlieren, ohne jedweden Sport zu treiben!

Nouc Cham, klicke hier, das original vietnamesische Rezept für die beliebte  Chilli – Fischsauce!

Scharfmacher
Oftmals ist das Capsaicin der Auslöser für die Schärfe von asiatischen “Chilli-Gerichten” (Das Capsaicin verliert seinen Eigenschaften nicht durch kochen, gefrieren oder lange Lagerung). Scharfe Currys oder andere asiatische Spezialitäten treiben uns buchstäblich die Tränen in die Augen und machen uns Feuer unter dem…
Capsaicin ist so scharf, das man selbst ein Gramm Capsaicin noch in 10.000 Liter Wasser schmecken würde!
Unter Tränen und frisch geduscht
Wird eine scharfe mit Chilli gewürzte Mahlzeit verzehrt, reizt das die Mundschleimhaut. Besonders der hintere obere Bereich, das Rachendach, ist davon betroffen. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, Gefäße werden erweitert, der Herzschlag beschleunigt sich und letztlich steigt die Körpertemperatur an (thermogener (fettverbrennender) Effekt).
Um nun die Körpertemperatur zu senken wird vermehrt Schweiss produziert, die Haut und den darin liegenden Blutgefäßen wird somit Wärme entzogen.

Das ist auch einer der Gründe warum Chilli gerade in heißen Ländern beliebt ist. Chilli erleichtert die Hitzeabgabe durch starkes Schwitzen.

Der gefühlte Brenneffekt ist eine reine „thermische Täuschung“. Das Capsaicin wirkt auf die Nervenendungen ein, die normalerweise den Wärmereiz auf- und wahrnehmen.
Chilli schmeckt also nicht scharf, es stimuliert lediglich Nervenzellen, die uns dann ein Schärfegefühl vorgaukeln.
Das Capsaicin führt zu einer recht langen und schnellen Desensibilisierung dieser Nervenzellen (nicht zu verwechseln mit den Geschmacksnerven). Regelmäßige Chilli- Konsumenten vertragen daher schärfere Speisen besser. Eine Gewöhnung stellt sich relativ schnell ein und das bei nahezu jedem Menschen.

Genetische Faktoren beeinflussen jedoch die Wahrnemung der Schärfe und der Schweissattacken, daher wird die Schärfe verscheiden stark empfunden.

Wie lösche ich den „Brand“
Capsaicin ist nicht wasserlöslich und kann daher nicht Wasser “gelöscht” werden. Als beste Gegenmaßnahmen haben sich Milch und Joghurt oder Brot mit Olivenöl erwiesen. Das in der Milch enthaltene Casein (ein Protein) entfernt das Capsaicin von den Rezeptoren.

Wirkung auf die Gesundheit
Chilli hat eine lange Liste an heilenden und gesundheitsfördernden Wirkungen. In mehreren Laborversuchen wurde nachgewiesen, dass Chili (Capsaicin) sogar Krebszellen tötet (die Zellen begehen Suizid) und auflöst. Chilli vermochte selbst bei akuten Krebs zu helfen.

Das Capsaicin stimulierte Nervenzellen, insbesondere in der Magenschleimhaut und aktiviert Abwehrmechanismen. Erreger der Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und Magengeschwüre (wie der bekannte Heliobakter – Erreger) wurden abgetötet.

Die heilende Kraft des Chillis

  • Chilli wirkt Krebsvorbeugend aber auch bei akutem Krebs.
  • Chilli beugt Schlaganfällen und Herzinfarkten vor. Capsaicin hängt sich an Proteinbausteine und fließt durch den Blutkreislauf. Dabei wird das Blut verdünnt und gefährliche Ablagerungen (Plaques) an den Gefäßwänden werden gelöst. Beobachtungen zeigten Fälle, bei denen bereits bestehende Blutgerinsel vollkommen zersetzt wurden. Blutgerinsel sind die Auslöser eines Infarktes, ob im Kopf oder im Herzen. Klicke hier für den Unterschied zwischen Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Capsaicin wirkt Blutzuckerregulierend und wird insbesondere bei Diabetes Typ-2 erfolgreich zur Blutzuckersenkung angewendet, als Alternative zu Medikamenten oder additional zu Bluzuckersenkern.
  • Chilli bremst Prostatakrebszellen am wachstum.
  • Es regt die Magensaftsekretion und Darmperistaltik (Wandbewegung von Darm und Magen) an.
  • Chilli beugt Gastritis vor.
  • Chilli heilt oder unterstützt die Heilung einer Gastritis.
  • Chilli heilt es Magengeschwüre (Ulkus) und Zwölffingerdarmgeschwüre.
  • Chilli unterstützt die Bluthochduckheilung.
  • Chilli (Capsaicin) steigert die Fettverbrennung.
  • Chilli löst Fettzellen im Körper auf.Laut neuesten Studien verhindert das Capsaicin die “Umwandlung”   der leeren Fettzelle in eine prall gefüllte Fettdepotzelle .
  • Eine scharfe Mahlzeit kann den Körper dazu veranlassen bis zu 50% mehr an „Ruhekalorien“ zu verbrauchen. In der Regel sind es messbare 25%!

Anwendung in der Praxis
Um sich an die Schärfe zu gewöhnen, sollte die Dosis an Chilli langsam und stetig gesteigert werden.

Schon 1 -2 Chillischoten (Vorzugsweise Habanero-Schoten oder thailändischer Chilli) am Tag können dir von Nutzen sein und sich unterstützend bzw. präventiv auswirken. Beim Chilli gilt, je mehr desto besser!


Kenner bzw. Liebhaber der asiatischen Küche sollten ihrem Gericht noch Zimt hinzufügen, insbesondere bei Diabetes Typ 2 erhöht man die Chancen, den Blutzuckerspiegel und vor allem die desensibilisierten Insulrezeptoren zu “verbessern”. Klicke hier für die gesundheitlichen Vorteile von Zimt.

Klicke hier für die gesundheitlichen Vorteile von Zimt.

Entsprechende Rezepte, die Zimt und Chilli miteinander kombinieren folgen.

Merke
Sowohl Chilli als auch Zimt wirken relativ schnell und nachweisbar, bei Diabetes oder dem Anfangsstadium einer Diabetes!

Vorsicht beim Schneiden der Chillischote. Achte darauf nach dem Schneiden mit deinen Fingern nicht in die Augen zu kommen. Ich empfehle jedoch jedweden Schleimhautkontakt und den Kontakt mit empfindlichen Hautarealen zu vermeiden. Männer, die nach dem Chillischneiden auf die Toilette gehen, sollten besondere Vorsicht walten lassen, wenn sie es “männlich” im Stehen vollziehen ;-)

Nach dem Schneiden der Chilli sollten die Hände mittels Seife gewaschen werden.

Chillis können nahezu überall verwendet werden. Chilli passt zu: Süßspeisen, Eintöpfen, Suppen, Salaten, Sandwiches, etc. Die Variationsmöglichkeiten sind wirklich sehr vielfältig.

Ein Geheimtipp für Menschen, die Scharfes gewohnt sind: Man nehme thailändische Chilli, tränkt diese in Honig und wendet sie danach in geröstetem Sesam und anschließend in einer Tempuramasse. Chilli(s) frittieren, fertig. Das ergibt eine sehr leckere äußerst herzhafte Beilage, die auch in Joghurt gedipt werden kann. Einfach mal ausprobieren.

Wem es dir neben der Schärfe auch auf den Geschmack ankommt,  solltest du Habanero Chilli verwenden. Der fruchtige Geschmack unterscheidet diese Chilli von den anderen Sorten und gibt Speisen eine ganz besondere Note.

Wähle immer die frische Alternative aus. Frische Chillies wirken besser und effektiver als getrocknete und zermahlene Schoten.

Anbei eine Auflistung einiger Sorten mit dem jeweiligen Schärfegrad (der je nach Wahrnehmung variieren kann)

  • Anaheim, New Mexican – Schärfegrad 1-4
  • Cayenne Schärfegrad 8
  • Cherry, Kirschpaprika – Schärfegrad 1-5
  • Habanero – Schärfegrad 10 (sehr gut zum Kochen)
  • Jalapeño – Schärfegrad : 5
  • Serrano – Schärfegrad 6
  • Tabasco, Malagueta – Schärfegrad 8
  • Thai – Schärfegrad 8 (sehr gut zum Kochen und in jedem Asiamarkt frisch vorhanden).

Die Schärfe der Chilli wird in Scoville gemessen

  • 0 – 10     Gemüsepaprika
  • circa 16 durchschnittliche untere Wahrnehmungsschwelle für Schärfe
  • 100 – 500 Peperoni
  • 1000 – 10000  Sambal
  • 2500 – 5000     Tabascosauce (aus einer C. frutescens Chili-Züchtung)
  • 2500 – 8000     Jalapeño-Chilis
  • 30.000 – 50.000 reiner Cayennepfeffer (C. annuum*)
  • 50.000 – 100.000 Piri-piri (C. frutescens Art), Tepin-Chilis [1]
  • 100.000 – 350.000 Habaneros (C. chinense Art)
  • 577.000 Habanero-Züchtung Red Savina
  • 855.000 Indian PC-1 (C. frutescens Züchtung)
  • 1.000.000 Messung bei der Sorte Bhut Jolokia (C. chinense Art**)
  • 2.000.000 (handelsübliches) Pfefferspray
  • 5.300.000 Polizei-Pfefferspray

In diesem Sinne: Burn Baby, burn…!

2 Comments

  1. Dave sagt:

    Sehr schöner und vor allem superausführlicher Bericht.

  2. Fatburner sagt:

    Chili bzw. Capsaicin ist seit Jahren im Bodybuilding ein Begriff. Dort kommen sie in Ephedra freien Fatburnern zum Einsatz und werden von Bodybuildern sehr geschätzt!

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