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You Are Here: Home » Allgemein » (Wal)Nüsse senken Herzinfarkt- und Diabetesrisiko

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Je öfter Nüsse verzehrt werden, desto größer die positive Auswirkung.Bei Frauen und Männern, älteren Menschen und Personen mit hohem Blutdruck, verbesserte sich die Gesundheit des Herzens. Übergewichtige, die zusätzlich Nüsse zu einer Diät verzehrten verbesserten ihre Körperfettzusammensetzung (Reduktion des Körperfettgehaltes). Das Diabetes-Risiko wurde gesenkt.

Lange Zeit ging man davon aus, dass Lebensmittel mit hohem Fettgehalt eher das Gegenteil bewirken. Das Ergebnis einer Langzeitstudie war daher mehr als überraschend.
Nüsse verfügen über einen hohen Anteil an guten einfach ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Anteile gesättigter Fette sind eher gering.

Gegenüber einer Kontrollgruppe, die weniger als 1x in der Woche Nüsse verzehrte, sank dass Herzinfarktrisiko um 24% in der Gruppe, die wöchentlich ein bis mehrmals Nüsse verzehrte. Personen, die mehr als fünfmal Nüsse in der Woche verzehrten wiesen ein um 48% geringeres Risiko auf.
Die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes wurde im Durchschnitt um 59% gesenkt!
Männer erfreuten sich über eine verlängerte Lebensspanne von 5,6 Jahren.
Frauen verlängerten ihre Lebenserwartung um 4,7 Jahre, ohne an Herz- Kreislauferkrankungen zu erkranken.

Vorteil der Nüsse
Die einfach ungesättigten Fettsäuren und insbesondere die mehrfach ungesättigten Fettsäuren senken den LDL-Cholesterinspiegel (das„schlechte“ Cholesterin) und die Blutfettwerte.
Nüsse senken das Cholesterin stärker als bisher  angenommen.

Nüsse sind komplette nahezu ausgewogene kleine Mahlzeiten, die neben den gesunden Fetten, Proteinen, Kohlenhydraten, und Ballaststoffen eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien bieten.
Insbesondere Vitamin E (ein wichtiger Antioxidant, der freie Radikale neutralisiert und somit das intakte Zellgewebe vor bevorstehender Zerstörung/Schädigung schützt). Folsäure schützt unseren Körper vor zu hohen Konzentrationen des Homocysteins (eine Blutaminosäure, die einen  weiteren Risikofaktor für Herzerkrankungen darstellt).
Magnesium kontrolliert unter anderem den Blutdruck. Pflanzenfasern, Phytosterine, Phytoöstrogene (sekundären Pflanzeninhaltsstoffe) und andere Gruppen der Phytonährstoffe wirken möglicherweise ebenfalls positiv auf die Gesundheit des Herzens.

Entzündungshemmende Eigenschaften
Nüsse reduzieren Arterienentzündungen durch das enthaltene Arginin, eine Aminosäure. Arginin wird wegen der Eigenschaft, die Entspannung und die Erweiterung von Arterien und Blutgefässen und die Durchblutung zu fördern, neuerdings auch im Leistungssport verwendet (mehr Blut = mehr Sauerstoff = mehr Nährstoffe = mehr Leistung). Je mehr No (Stickstoffmonoxid) durch das Arginin gebildet wird, desto höher ist der Körper durchblutet. Pflanzen enthalten mehr Arginin als tierische Alternativen, Nussproteine sind besonders reich an Arginin. Eine erhöhte Menge an NO (Stickoxid) im Blut kann auch oder gerade Männern helfen, die unter Durchblutungsstörungen im Genitalbereich leiden. Euviril, ein Arznheimittel welches frei verkäuflich in deutschen Apotheken verfügbar ist, kann in manchen Fällen für Abhlife sorgen.

Eine spanische Studie konnte aufzeigen, dass der Verzehr von Walnüssen dazu beiträgt, negative Begleiterscheinungen einer fetten Mahlzeit entgegenzuwirken. Abermals wurden arterielle Entzündungen signifikant reduziert.

Andere Volksrankheiten
Nüsse, häufig verzehrt, senken das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Sie senken die Blutfettwerte. Auch hier wirken die entzündungshemmenden Nusseigenschaften. Die Purdue University bestätigte den positiven Einfluss des Erdnussverzehrs auf »kardiovaskuläre«  Risikofaktoren (Herz und Blutgefäße). Eine Verminderung der Triglycerid – Bluttfett – Konzentrationen sowie eine Verbesserung der Blutkonzentrationen von Magnesium, Folsäure, Vitamin E, Kupfer und der lebenswichtigen Aminosäure Arginin konnte aufgezeigt werden

Erdnüsse erwiesen sich in einer weiteren Studie sogar als vorbeugend wirksam gegen Diabetes Mellitus.

Das European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition stellte fest, dass bei Frauen das Darmkrebsrisiko durch zunehmenden Verzehr von Nüssen gesenkt werden konnte.
Für Männer gilt diese Eigenschaft nicht.

Noch konnte nicht geklärt werden, ob die mehrfach ungesättigtenFettsäuren (Omega 3-Fettsäuren), das enthaltene Arginin und die Antioxidantien oder eine Kombination aus allen Inhaltsstoffenfür den Schutz der Blutgefässe verantwortlich sind.

Fazit
Nüsse sind gesund, deren tägliche Aufnahme verbessert den Blutfluss und somit auch indirekt die Sauerstoffaufnahme im Gehirn. Nüsse machen daher „schlau“…!
Nüsse können vor diversen Krebskrankheiten schützen.
Nüsse wirken dem metabolischen Syndrom entgegen.
Das metabolische Syndrom ist der Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten.
Durch das gemeinsame Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz (vielfältige Störungen des Stoffwechsels und andere Normwerte und charakteristische Fettleibigkeit) wird es auch das tödliche Quartett genannt.
Definition des Metabolisches Syndrom nach der WHO

  • Adipositas> 88 cm Taillenumfang Frauen, >102 cm Taillenumfang Männer
  • HDL-Cholesterin < 50 mg% Frauen, < 40 mg% Männer
  • Triglyceride > 150 mg%
  • Blutdruck > 130/85 mmHg
  • Nüchternblutzucker > 110 mg%

Sportler werden einen hohen Nutzen aus dem enthaltenden Arginin ziehen. Insbesondere Kraftsportler werden einen vermehrten „Pump“ beim Training verspüren (verstärkter Blutfluss in der jeweiligen trainierten Muskelgruppe).

Nüsse können bei durchblutungsbedingter Impotenz helfen.

Verzehr von Nüssen

  • Es ist förderlich und sogar Gesund mehrmals in der Woche Nüsse zu verzehren. Aufgrund des hohen Fettgehaltes sollte die Menge der eingenommenen Nüsse mit in den täglichen Kalorienbedarf eingerechnet werden.
  • Eine Hand voller Nüsse genügt vollkommen, etwa 30 g. Das entspricht auch der durchschnittlichen Menge, die in verschiedenen Studien verwendet wurde.
  • Nüsse sollten nur im Rohzustand verzehrt werden.
  • Prozessierte Alternativen sollten gemieden werden (gezuckert oder gesalzen).
  • Auf bestehende Nussallergieen sollte vor dem Verzehr geachtet werden

Welche Nuss ist die beste?
Walnüsse sind aufgrund des hohen Omega-3
Fettsäurengehaltes und der Alpha-Linolensäure (3x größere Menge an mehrfach
ungesättigte Fettsäuren als einfach ungesättigte Fettsäuren) ein wenig
effektiver bzw sinnvoller.

Wichtig
Andere Nüsse stehen aber der Walnuss kaum nach. Erdnüsse sind keine Nüsse. Sie gehören zu den Erbsen und Bohnen und sind somit Hülsenfrüchte. Jedoch bieten auch Erdnüsse ähnliche Vorteile.

Jede der in den Studien verwendeten Nussarten erzielte positive Ergebnisse.

Macadamia- Para- und Walnüsse enthalten die höchste Menge an Fett.

Nüsse sollten ab sofort zu deiner täglichen Ernährung zählen. Sie sollten als Zwischenmahlzeit angesehen werden und möglichst nicht gleichzeitig mit insulinausschüttenden hohen Mengen an Zucker eingenommen werden. Damit kann einer übermäßigen Fetteinlagerung entgegen gewirkt werden.

Viel Spaß beim gesunden “snacken” und knabbern!

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